Der Homunculus


Homunculus ist das lateinische Wort für "Menschlein". In Alchemie und Literatur ist dieser Begriff der Name für ein auf künstlichem (chemischen) Wege hergestelltes menschliches Wesen, das zu bestimmten Lebensäußerungen fähig ist. Allerdings besitzt dieses Wesen keine Seele.
Schon Johann Wolfgang von Goethe schrieb in seinem Werk „Faust II“ über diese Erscheinung. Fausts Famulus Wagner erzeugt darin nach Rezepturen von Paracelsus und in der Gegenwart von Mephistopheles einen Humunculus.
In der heutigen Medizin bezeichnet Homunculus die Repräsentationen von Körperteilen als bestimmte Wahrnehmungen bzw. Projektionen.